Herzlich Willkommen

Wir freuen uns, Sie auf der Homepage des Simplicissimus-Hauses begrüßen zu können. Professor Dr. Martin Bircher, der geistige Vater des 1998 eröffneten Museums, betonte bei der Einweihungsfeier den Anspruch unseres Hauses: "Das Simplicissimus-Haus soll weit offen stehen für moderne Kunst, Literatur und Musik, im Dialog mit Grimmelshausen, mit europäischen Dichtern und Erzählern".

 

Dank des konsequenten Verzichts auf historische Ausstellungsstücke und der Konzentration auf bedeutende Schöpfungen der Gegenwartskunst und illustrierter Publikationen, wurde das Renchener Simplicissimus-Haus zum ersten rezeptionsgeschichtlichen Literatur-Museum Deutschlands. Rund 250 Aquarelle, Grafiken, Lithografien, Federzeichnungen, Ölbilder und Skulpturen sind im dreigeschossigen Gebäude auf zwei Ebenen ausgestellt. Die Renchener Grimmelshausen-Freunde danken für ihr Interesse und wünschen ihnen einen erkenntnisreichen Besuch unserer Homepage.

 

Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir beschlossen, auf die sonntägliche Museumsöffnung bis auf Weiteres zu verzichten. 

Wir bitten um Ihr Verständnis.

 


Monatlich eine Buchempfehlung vom Simplicissimus-Haus

„Das Simplicissimus-Haus lebt“, sagt Klaus Brodbeck, Vorsitzender der Grimmelsfreunde e.V., „ auch während der Pandemie.“ Treffen könnten wir uns zwar im Simplicissimus-Haus zur Zeit nicht. Auch die liebgewonnenen und gewohnten Gespräche in den Veranstaltungspausen seien leider unmöglich. Ein großer Verlust an Gemeinsamkeit sei das, der nicht ausgeglichen, geschweige denn ersetzt werden könne. Was aber nicht heißt, das Simplicissmus-Haus ist nicht präsent. Es dreht die Situation ein wenig um und kommt zu den Menschen. Monatlich wird seit Februar 2021 in einem 15minütigen Video ein Buch empfohlen. Das Video ist jeweils ab etwa Monatsmitte abrufbar.

Juni-Buchempfehlung aus dem Simplicissimus-Haus Renchen: https://youtu.be/abRHbt1QMGA

Adelheid Duvanel: Wiederbegegnung, Wiederentdeckung und Entdeckung eine der großartigsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen   

Literatur kann verändern. Es liegt an uns. So war es, als 1980 zum ersten Mal Erzählungen der Schweizer Schriftstellerin und Malerin Adelheid Duvanel (1936-1996) in einem dünnen Band mit dem Titel „Windgeschichten“ erschienen. Sie lösten Begeisterung, Bewunderung, Verwunderung und in manchen ein Umdenken aus. Da war plötzliche eine Schriftstellerin, die in einer Reihe mit Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann und Friederike Mayröcker genannt werden musste. Adelheid Duvanels Erzählungen waren so anders als das, was man bis dahin in der Literatur kannte! Sie sind bis heute im wahrsten Sinne des Wortes eine Wucht. Auffällig war zunächst die ungewöhnliche Kürze ihrer Erzählungen (eine Seite bis 3 Seiten, kaum einmal mehr). Zudem waren sie in einem unvergleichlich konzentrierten, empathischen, scheinbar nüchternen Stil geschrieben und richteten alle den Blick ausschließlich auf Menschen, denen schon früh im Leben verwehrt wurde, sich zu entwickeln. Sie galten als Außenseiter oder Sonderlinge und tun es noch heute. Adelheid Duvanels Erzählungen gaben und geben die Chance diese Haltung ihnen gegenüber zu ändern. Nun gibt es ihre sämtlichen 251 Erzählungen in dem Band „Fern von hier“ zu lesen. Dem Zürcher Limmat Verlag sei Dank.

 

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